Wenn das WLAN kriecht, liegt es selten am Anschluss und meistens am Funk. Die folgenden Schritte gehen die häufigsten Ursachen der Reihe nach durch, von der einfachsten zur aufwendigsten.
Fehlerquellen finden und beheben
Gerät neu starten
Das klingt zu einfach, um zu helfen, und hilft trotzdem in einem guten Teil der Fälle. Schalte das Gerät aus, warte einen Moment, schalte es wieder ein. Wenn das WLAN danach wieder normal läuft, war es ein Zustand im Gerät und keine Eigenschaft des Netzes.
WLAN aus- und wieder einschalten
Dasselbe eine Stufe kleiner: Nur die WLAN-Verbindung deaktivieren und neu aktivieren. Das erzwingt eine neue Anmeldung am Router, häufig genug, um eine festgefahrene Verbindung zu lösen.
Abstand zum Router verringern
Je weiter das Gerät vom Router entfernt ist, desto schwächer das Signal und desto langsamer die Verbindung. Der Router gehört frei in den Raum, nicht in den Schrank und nicht in den Keller: Wände und Decken, vor allem aus Stahlbeton, dämpfen das Funksignal erheblich. Hat der Router eine externe Antenne, hilft das Ausprobieren ihrer Stellung. Oft bringt ein Winkel von 90 Grad mehr als jede Einstellung in der Software.
Nähe zu Wasser vermeiden
Wasser und WLAN vertragen sich nicht, und das hat einen physikalischen Grund: Die Resonanzfrequenz von Wasser liegt bei 2,4 GHz, genau der Frequenz, auf der viele Router funken. Zimmerpflanzen, Wasserrohre, Fußbodenheizungen und feuchte Wände schlucken das Signal deshalb spürbar. Wenn der Router auch das 5-GHz-Band beherrscht, ist das der einfachere Weg um dieses Problem herum.
Verbindung löschen und neu einrichten
Eine gespeicherte WLAN-Verbindung kann fehlerhaft angelegt sein. Lösche sie am Gerät vollständig und richte sie neu ein. Das kostet nur die erneute Eingabe des Schlüssels und schließt eine ganze Klasse von Ursachen aus.
Weitere Störquellen ausschalten
WLAN reagiert empfindlich auf andere Funkquellen in seiner Umgebung. Als besonders störend erweisen sich Bluetooth-Geräte in der Nähe des Routers, auch Funkmäuse und Tastaturen, dazu Babyphone, DECT-Telefone, Mikrowellenherde und Videoübertragungssysteme. Sie alle arbeiten im selben oder einem benachbarten Frequenzbereich. Schalte testweise ab, was abschaltbar ist, und beobachte, ob die Verbindung sich erholt.
Was tun bei einer Fehlermeldung?
Android-Geräte melden gelegentlich, die WLAN-Verbindung sei wegen schlechter Internetverbindung deaktiviert worden, und wechseln eigenmächtig ins Mobilfunknetz. Verantwortlich ist eine Einstellung, die je nach Hersteller und Version „Zu mobilen Daten wechseln“, „Automatischer Netzwerkwechsel“ oder „Schlechte Internetverbindung vermeiden“ heißt. Sie steht in den WLAN-Einstellungen unter „Erweitert“ und lässt sich abschalten.
Hilft das nicht, grenzen zwei Tests die Ursache ein:
- Anderes Gerät im selben Netz. Läuft es dort ebenfalls schlecht, liegt es am Netz beziehungsweise am Router. Läuft es gut, liegt es am ersten Gerät.
- Dasselbe Gerät in einem anderen Netz. Läuft es dort gut, ist die Konfiguration des eigenen Routers zu prüfen. Läuft es auch dort schlecht, liegt der Fehler im Gerät. Dann hilft im Zweifel das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.